Agar-Agar
Pflanzliches Geliermittel aus Meeresalgen. Sie werden ausgekocht und
das dabei entstehende Gelee anschließend (traditionellerweise
im Schnee) gefriergetrocknet. Agar-Agar enhält keine Kalorien,
ist aber reich an Mineralstoffen. Es stammt ursprünglich aus
der japanischen Küche. Agar-Agar ist als Pulver und in Flocken
erhältlich.
Agar-Agar ist ein Naturprodukt und damit natürlichen Schwankungen
unterworfen. Damit Sie nicht statt eines lockeren Desserts einen Backstein,
oder statt einer Sülze eine Pfütze erhalten, beachten Sie
folgende Tipps:
- Orientieren Sie sich bei der Dosierung des Agar-Agars an der Verpackung,
nicht am Rezept und notieren Sie, von welcher Marke Sie welche Menge
verwendet haben.
- Machen Sie die Gelierprobe: Stellen Sie eine Untertasse ins Gefrierfach.
Geben Sie einen Löffel des fertigen Rezepts auf die kalte Untertasse.
Die Masse sollte binnen 2 - 3 Minuten zur gewünschten Festigkeit
gelieren.
Hilfe, es wird zu fest!
Einfach etwas zusätzliche Flüssigkeit in die Masse rühren.
Oh je , es bleibt zu flüssig!
1/3 bis die Hälfte der Agar-Agar Menge, die Sie schon verwendet
haben, in wenig Flüssigkeit verrühren und in die handwarme
Masse geben. Nochmals aufkochen lassen.
Aromen
in Tee
Aromatisierte Grün-, Schwarz- und Kräutertees erfreuen sich
großer Beliebtheit. Wie kommt der Tee zum Aroma? Da gibt es
mehrrere Möglichkeiten:
1.Der Tee wird mit sehr aromatischen Gewürzen (z. B. Zimt) gemischt.
Auf zusätzliche Aromastoffe wird verzichtet (
2. Der Tee wird mit reinen ätherischen Ölen aus kontrolliert-biologischem
Anbau aromatisiert (z.B. Heuschrecke Grüntee mit Orange, Bergamotte
oder Vanille).
3. Die Tees werden mit natürlichen Aromen versehen. Das hört
sich gut an, heißt aber lediglich, daß der Ausgangsstoff
zur Aromagewinnung natürlich ist. Heutzutage werden z. B. prima
natürliche Erdbeeraromen aus Sägespänen gewonnen. Die
Firma Heuschrecke bietet keine Tees mit solchen Aromen an.
4. Künstliche Aromen sind chemische Neukonstruktionen, für
die es kein natürliches Vorbild gibt. Für ökologische
Lebensmittel kommen sie nicht in Betracht.
Essig
Beim traditionellen Verfahren dient Wein oder Cidre als Grundlage.
Die Essigbakterien wandeln den Alkohol in Essigsäure um. Den
Geschmack prägt der verwendete Wein oder Cidre.
Der Säuregehalt von Essig muß in Europa mindestens 5% betragen.
Bei weniger Säuregehalt darf das Produkt nur als Würzsoße
bezeichnet werden.
Kuzu
Kuzu ist ein pflanzliches Bindemittel, das hier durch die Verwendung
in der makrobiotischen Küche bekannt geworden ist. Kuzu gibt
Speisen eine sämige Konsistenz, ohne nach Stärke zu schmecken.
Soßen werden samtig glänzend, Suppen seidig schimmernd
gebunden. Aus den riesigen, bis zu 100 kg schweren Wurzeln wird die
Stärke ausgewaschen, gefiltert und getrocknet. Anwendung: Das
weiße Kuzu-Pulver wird einfach in kaltem Wasser angerührt
oder beim Backen mit dem Mehl gemischt.
Sojadrink
Wird umgangssprachlich meist als "Sojamilch" bezeichnet.
Lebensmittelrechtlich ist diese Bezeichnung allerdings nicht zulässig,
und so finden Sie diese Produkte als "Sojadrinks". Ein traditionelles
Sojaprodukt, das aus den eingeweichten und pürierten Sojabohnen
entsteht. (Wenn dann ein Gerinnungsmittel zugegeben wird, entsteht
übrigens Tofu). Sojadrink kann als Alternative überall da
verwendet werden, wo sonst Milch zum Einsatz käme.
Reisdrink
Auch dieses Getränk darf nicht als "Milch" bezeichnet
werden. Um einen Reisdrink herzustellen, wird Vollkornreis fermentiert.
Während dieses Prozesses entsteht eine ganz ohne Zuckerzusatz
eine milde Süße. Die einzigen weiteren Zutaten sind Sonnenblumenöl
und Meersalz. Reisdrink lässt sich ebenfalls als Milch-Alternative
einsetzen. Interessant für die, die auch Sojaeiweiß nicht
vertragen!
Roibusch
Tee
Der Roibusch ("Rotbusch" gesprochen), häufig auch Roiboos
genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Leguminosen. Er wird
in Südafrika kultiviert. Die geernteten frischen Zweige werden
zerkleinert und (wie Schwarztee) fermentiert. Dabei bekommt der Tee
seine charakteristische rostbraune Farbe. Im Geschmack erinnert er
ein wenig an Schwarzen Tee. Er ist koffeinfrei, reich an Vitamin C,
Mineralstoffen und Flavonoiden.
Seitan:
Der vielseitige vegetarische Eiweißlieferant
Sicher kennen Sie Tofu aus Sojabohnen, aber haben Sie schon einmal
Seitan aus Weizen probiert? Dieses rein vegetarische Produkt erinnert
in der Konsistenz stark an Fleisch und lässt sich auch so zubereiten.
Seitan können Sie braten, kochen, grillen oder auch einfach so
auf Brot essen. In fast jedem Gericht lässt sich Fleisch durch
Seitan ersetzen. Bei solcher Vielseitigkeit bleibt eigentlich unverständlich,
warum Seitan bisher relativ unbekannt geblieben ist.
Seitan
ist rein vegetarisch, kalorienarm und enthält kein Cholesterin.
Der hohe Eiweißgehalt (ca. 25%) und geringe Fettanteil machen
es zu einem gesunden Lebensmittel. Seitan lässt sich einfach
und schnell zubereiten.
100 g Seitan enthalten im Durchschnitt: 1,2 g Fett, 25,5 g Eiweiß,
130 / 546 Kalorien/Joule. 0,98 g Eisen und 4,1 g Kohlehydrate (0,4
BE = Broteinheiten).
Weizen wird zu Seitan
Vollkornweizenmehl wird mit Wasser zu einem Teig geknetet. In einem
ausgeklügelten handwerklichen Verfahren werden die Stärke
und Kleie des Weizenkorns ausgewaschen. Übrig bleibt Gluten,
das im Weizen enthaltende Eiweiß. Die noch recht klebrige Masse
wird zusammen mit Sojasoße, Gewürzen und Kombu-Algen gegart.
Nun kann es je nach späterem Verwendungszweck in Scheiben, Streifen
oder Würfel geschnitten werden, die in Form und Konsistenz Fleisch
sehr ähnlich sind.
Vom
Grillspieß bis zum Seitan Kotelett
In Ihrem Naturkostladen gibt es eine breite Palette von Produkten
aus Seitan zu entdecken: Fertige Spieße zum Grillen, Seitan-Burger
zum Braten, Weizen-Scheibli als Brotbelag, Weizen-Steakli zum Braten
und natürlich den klassischen Seitan in Folie oder im Glas für
Ihre eigenen Kreationen und eine Vielzahl von Gerichten.
Zubereitung
von Seitan
Wie bei Tofu, kommt es auch bei der Zubereitung von Seitan auf das
richtige Würzen an. Gut geeignet für Seitan sind Marinaden,
in denen die Stücke für 1 - 2 Stunden eingelegt werden.
Für asiatische Gerichte könnte eine Marinade z. B. aus Sojasoße,
in die Sie gehackten Knoblauch, Ingwer, Lemongrass und etwas Currypulver
geben, bestehen. Für eine provençalische Marinade eignet
sich eine Mischung aus Olivenöl, gutem Essig, Thymian, Rosmarin,
Lorbeer, Estragon etc.
Shiitake:
Eine japanische Köstlichkeit wird neu entdeckt
Vor zehn Jahren kannten diesen Baum-Pilz nur wenige Menschen in Europa.
Inzwischen erfreut sich Shiitake zunehmender Beliebtheit und wird
wegen seines hervorragenden Geschmacks von ambitionierten HobbygärtnerIn
gezüchtet. Wenn Sie keinen solchen Gärtner kennen, können
Sie im Naturkostladen getrocknete Shiitake-Pilze kaufen.
Tradition
und moderne Wissenschaft
Der japanische Name Shiitake heißt auf deutsch "Baumpilz".
Um genau zu sein, steht "Shii" für eine spezielle japanische
Eichenart, auf deren abgestorbenen Ästen der Pilz (im Japanischen
"take") wächst. Asiatische Kräuterheilern und
Shamane verwenden Shiitake seit Jahrhunderten. Neue wissenschaftliche
Forschungen haben viele dieser überlieferten Verwendungen bestätigen
können. Shiitake enthält alle 8 essentiellen Aminosäuren,
Enzyme, Spurenelemente und Vitamine. Erwähnenswert ist der Gehalt
an B-Vitaminen, speziell dem in p?anzlichen Lebensmitteln sehr seltenen
Vitamin-B 12.
Ein
Pilz, für den Vieles spricht
Für manche ist bei Shiitake der Geschmack ausschlaggebend, andere
essen den Pilz, weil sie sich bei regelmäßigem Genuß
besser fühlen und in der Gourmet-Küche hat Shiitake Einzug
gehalten, weil er mit seinem exotischen Flair den teuren deutschen
Edelpilzen im Geschmack ebenbürtig ist. Wenn Sie frische Shiitake
erhalten können, haben Sie Glück. Aber auch die getrockneten
Pilze sind in Qualität und Aroma hervorragend. Sie müssen
lediglich vor der Zubereitung 1/2 bis 1 Stunde in lauwarmen Wasser
einweichen. Vor der weiteren Verwendung sollten Sie die harten Stiele
entfernen.
Tipp:
Probieren Sie Shiitake in Wok- oder Pfannen-Gerichten, Suppen oder
Eintöpfen.
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Sojasoßen
& Misos: Würze für die feine Küche
Während Sojasoße aus der modernen europäischen Küche
nicht mehr wegzudenken ist, hält Miso, das zweite universelle
japanische Würzmittel, erst jetzt seinen Einzug in die Alltagsküche.
Beim Kauf von Sojasoße oder Miso sollten Sie auf Qualität
achten, denn hier gibt es gewaltige Unterschiede. Selbst in ihrem
Heimatland Japan werden viele konventionelle Produkte werden heute
im großindustriellen Maßstab gefertigt. Temperaturgesteuerte
Schnellgärung in Plastiktanks, dadurch bedingte Zusätze
wie Konservierungs- Farb- und Aromastoffe haben dazu geführt,
dass die so entstandenen Produkte mit traditionellen Shoyus, Tamaris
und Misos eigentlich nur noch den Namen gemeinsam haben.
Sojasoßen und Misos nach dem traditionellen Herstellungsverfahren,
die die höchste Qualitätsstufe erreichen, werden heute selbst
in Japan nur noch von wenigen kleinen Familienbetrieben produziert.
Allein die Pflege des traditionellen Starterferments Koji, das für
beide Produkte benötigt wird, ist eine Wissenschaft für
sich. Diese über Jahrzehnte sorgfältig kultivierte Edelpilzkultur
gibt den Anstoß für eine natürliche Fermentation,
bei der nicht mit Zusätzen oder Temperatursteuerung nachgeholfen
wird. In Zedernholzfässern reifen die Produkte bis zu zwei Jahre
lang natürlich heran.In Ihrem Naturkostladen finden Sie ein breites
Sortiment dieser raren traditionell japanischen Köstlichkeiten.
Entdecken Sie den reichen Charakter, das köstliche Aroma und
den intensiven Geschmack, den nur hochwertige Zutaten, jahrhundertealtes
Wissen und die Zeit hervorbringen können.
Sojasoßen
Sojasoße für den königlichen Hof
Wussten Sie, dass bereits im 17. Jahrhundert am Hofe des französischen
Königs Louis XV. Sojasoße genossen wurde? Über die
ersten holländischen Händler, die sich in Nagasaki ansiedelten,
gelangten die ersten Fässer der delikaten Soße an den königlichen
Hof.
Heute haben sie Einzug in viele Haushalte gehalten und jeder kennt
sie im Zusammenhang mit der asiatischen Küche.
Tamari
Tamari ist eine dunkle, würzige Sojasoße, die aus Sojabohnen,
Brunnenwasser und Meersalz hergestellt wird. Man-San Tamari von ARCHE
wird für ein besonders feines Aroma mit Mikawa-Mirin (echtem
japanischem Süßreislikör) abgeschmeckt.
Tipp: Das kräftige Tamari behält auch bei längeren
Kochzeiten sein voll-würziges Aroma
Shoyu
Als Shoyu bezeichnet man die mild-würzige japanische Sojasoße,
die aus Sojabohnen mit einem Zusatz von Weizen hergestellt wird.
Tipp: Shoyu erst kurz vor dem Servieren an die Speisen geben!
Miso
Traditionelle japanische Würzpaste aus Weizen und Getreide. Miso
schmeckt als Grundlage für Suppen und Soßen oder als würziger
Brotaufstrich. Hergestellt wird Miso durch Fermentation von Sojabohnen
und Getreide (je nach Sorte). Miso enthält Milchsäurebakterien
und Enzyme, die die Verdauung unterstützen.
Miso
Sorten
Es gibt helle und dunkle Miso-Sorten. Faustregel: Je dunkler das Miso,
desto intensiver und salziger schmeckt es.
Das
verwendete Getreide gibt dem Miso den Namen:
Mugi
Miso = würziges Gerstenmiso
Genmai
Miso= aromatisches Reismiso
Shiro
Miso = mildes Reismiso
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Warenkunde
Tee
Grüner und schwarzer Tee stammen von ein und derselben Pflanze,
dem Teestrauch.
Schwarzer
Tee
wird nach der Ernte gewelkt und gerollt. Dabei werden die Pflanzenzellen
aufgebrochen. Der austretende Saft färbt die Blätter dunkel,
es findet eine Fermentation (= chemische Umwandlung durch Bakterien
und/oder Enzyme) statt. Dann wird der Tee getrocknet.
Grüner
Tee
wird nach der Ernte direkt in einen Dämpfer gegeben. So werden
die Blätter weich und können gerollt werden, ohne daß
die Blattzellen verletzt werden. Es findet keine Fermentation statt,
der Tee behält seine grüne Farbe. Grünem Tee werden
zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen nachgesagt. Er schmeckt
frischer und herber als schwarzer Tee.
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Warenkunde Tempeh
Ursprünglich eine indonesische Spezialität. Gekochete und geschälte Sojabohnen werden mit einem Edelschimmelpilz geimpft. Angenehm bissfest und eine wunderbare Grundlage für herzhafte Gerichte.
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Warenkunde:
Waschmittel
Tenside
In konventionellen Waschmitteln werden Tenside synthetischen oder
teilsynthetischen Ursprungs eingesetzt. Sie schneiden nicht nur bei
der Herstellung, sondern auch beim Abbau im Abwasser schlechter ab
als Seifen aus Pflanzenölen.
Seife
Seife ist das älteste Tensid der Menschheit. Die Seifen für
Öko-Waschmittel werden meist aus nachwachsenden Rohstoffen, nämlich
Kokos- und Palmöl, gewonnen. Sowohl bei der Herstellung als auch
beim Abbau im Abwasser, ist die Umweltbelastung minimiert.
Enthärter
Enthärter werden eingesetzt, damit sich die Waschkraft der waschaktiven
Substanzen voll entfalten kann. Gleichzeitig verhindern Sie das Verkalken
der Heizstäbe. In Sodasan Comfort sensitiv beispielsweise werden
Polyasparaginsäuren als neuartiger, besonders effektiver Enthärter
eingesetzt. Diese Eiweißverbindungen, die auch in der Natur,
z. B. in Muscheln vorkommen, enthärten das Wasser so effektiv,
dass nur ein Bruchteil der bei anderen Enthärtern notwendigen
Mengen benötigt wird.
Duftstoffe
Duftende Wäsche = saubere Wäsche? Der intensive Geruch konventioneller
Waschmittel verdankt sich in der Regel synthetischen Duftstoffen.
Viele Menschen reagieren darauf mit Unverträglichkeiten. In einem
Waschmittel für empfindliche Haut wird sowohl auf synthetische
als auch auf natürliche Duftstoffe verzichtet.
Enzyme
Enzyme "knacken" in konventionellen Waschmitteln problematische
Flecken. Sie werden fast ausschließlich durch gentechnische
Verfahren hergestellt. Enzym-KritikerInnen vermuten, dass Reste von
Enzymen, die nach dem Spülen immer noch in der Wäsche enthalten
sind, auch die Haut angreifen könnten. Daher werden sie in Öko-Waschmitteln
nicht eingesetzt.
Bleichmittel
Der vom Bleichmittel freigesetzte Sauerstoff entfernt hartnäckige
Flecken, erhöht so die Waschwirkung und schützt helle Wäsche
vor dem Vergrauen. Es empfiehlt sich, Bleichmittel je nach Bedarf
separat zu dosieren. So werden Wäsche und Umwelt geschont.
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